Wolfsburger Wohnzimmer

2022/23 Wolfsburg

Beteiligungsverfahren /Placemakingverfahren
& Machbarkeitsstudie

Eine Kooperation zwischen SHS Architekten, Die-Stadtdenkerei und Constantin Kozák

www.shsarchitekten.de
www.die-stadtdenkerei.de

Die Innenstadt von Wolfsburg soll für Studierende, Auszubildende, Kreative und junge Erwachsene attraktiver gestaltet werden. Hierfür wird der Campus am Nordkopf auf dem Grundstück Poststraße 11-15 weiterentwickelt, mit dem Ziel, ein „Wohnzimmer für Wolfsburg“ zu schaffen. Dieses wird eine Vielzahl von öffentlichen, halböffentlichen und konsumfreien Nutzungsangeboten bieten.

Beiteiligungsverfahren und Placemaking

Während zweier Aktionsblöcke, vom 1. bis 4. September und vom 21. bis 24. September, führte das achtköpfige Team zahlreiche Gespräche mit Studierenden der Ostfalia Hochschule, Oberstufenschülerinnen und -schülern, Studierenden der Ecole 42 und anderen Jugendlichen. Wir befragten sie nach ihren Ideen, Wünschen und Anregungen für das Grundstück Poststraße 11-15. Um über klassische Beteiligungsformate hinauszugehen, inszenierten wir das Grundstück, das zu diesem Zeitpunkt noch als Baustelleneinrichtungsfläche diente und nicht direkt genutzt werden konnte, prominent: Ein neonpinkfarbener, leuchtender Holzzaun wurde errichtet, der eine Bank auf der gesamten Länge der Poststraße integrierte und somit eine neue Kommunikationszone schuf. In drei Streetart-Workshops motivierten wir Kinder und Jugendliche, die Wand zu gestalten und in eine Pinnwand mit ihren Wünschen und Anregungen für die Stadt zu verwandeln. Das Straßenfest zum Abschluss diente der Feier der Idee eines „temporären Campus“ in der Poststraße 11-15.

Machbarkeitsstudie

Auf Grundlage des Beteiligungs- und Placemaking-Verfahrenswurde sowohl quantitativ als auch qualitativ ermittelt, was die Stadt attraktiv macht, aber auch, was in der Stadt noch fehlt. Die Ergebnisse wurden ausgewertet, in Themenbereichen gruppiert und nach Gewichtung sortiert:
Es fiel auf, dass ein sehr hoher Bedarf nach Aufenthaltsbereichen unter den Befragten existierte. Ein Angebot an Lern- und Versammlungsorten war quasi nicht vorhanden. Darüber hinaus wurde der fehlende Grünraum in der Innenstadt beklagt.
Vor diesem Hintergrund wurde ein Konzept entwickelt, das keine maximale Ausnutzung des Grundstücks vorsah, sondern im Gegenteil Aufenthalts- und Grünräume auf dem Grundstück vorsieht. Darüber hinaus wird der „Campus“, der sich städtebaulich in der 2. Reihe befindet, zur Innenstadt geöffnet.